Was ist Binge Eating Disorder [BED]

Hier habe ich Euch mal einen kleinen Überblick über meine Essstörung zusammengeschrieben. Das ist es, womit ich mich in meinem Leben tagtäglich auseinandersetzen muss.

Binge bedeutet so viel wie Gelage oder Schlingen. Der Unterschied zur Bulimie ist der, dass nach dem Essanfall die Nahrungsmittel einbehalten werden. Also kein Erbrechen erfolgt.

Binge Eating Disorder (im folgenden BED) ist eine psychogene, lebensgefährdende Verhaltensstörung bzw. Essstörung, die oft mit starkem bis sehr starkem Übergewicht verbunden ist. Aber auch Normalgewichtige können an der Störung leiden. Das kommt auf das Ausmaß der Störung an.

BED wurde das erste mal in den 40er Jahren erwähnt, aber erst in den 90ern als diagnostische Erkrankung anerkannt. Trotzdem gehen die Ansichten darüber noch geteilte Wege.

Anzeichen für BED

  • Seltene bis sehr häufige Essattacken, bis hin zur Unkontrollierbarkeit
  • Abnormales und unregelmäßiges Essen zwischen den Anfällen
  • Viele Diäten und Diätabbrüche
  • Völliges Fehlen eines normalen Sättigungsgefühls oder Hungergefühls
  • Kaum bis keine körperlichen Aktivitäten mehr
  • Emotionales zurückziehen bis hin zu Doppelleben & weiteren psychischen Erkrankungen

Wann habe ich BED – Anzeichen können sein:

  • Wiederkehrende Episoden von Heißhungeranfällen (mind. 2 pro Woche über sechs Monate bis hin zu mehrmals täglich & auch über Nacht). Runterschlingen von immens großen Lebensmittelmengen. Vorwiegend Fette, bzw. stark Kalorienhaltige Nahrung.
  • Übermäßig schnelles Essen, Schlingen.
  • Essen bis zu einem unbehagenden, manchmal schmerzhaften Völlegefühl.
  • Essen ohne Hungergefühl
  • Sich beim Essen in Gesellschaft schämen, dadurch isoliertes Alleinessen
  • Schwerste Vorwürfe, Selbsthass und Depressionen bis hin zu Suizidgedanken nach den Anfällen

BED geht meist nicht ohne seelische Folgen einher. U. A. Resignation, Flucht in Tagträume, Antriebslosigkeit, Depressionen, Hass auf den eigenen Körper, Vermeiden von Spiegeln, Probleme eigene Grenzen zu spüren, starke Gemütsschwankungen, kompletter sozialer Rückzug. Und das sind nur Einige der Folgeerkrankungen.

Zusätzlich kann es zu Alkoholmissbrauch, Drogenmissbrauch oder Medikamentenmissbrauch etc. kommen.

Dies war nur ein sehr kurzer, oberflächlicher Abriss dieser Erkrankung, ohne zu sehr ins Medizinische abzudriften. Die meisten Menschen, die mit mir in Kontakt kommen, haben noch nie von dieser Störung gehört. Dieser Text macht solche Menschen vielleicht so neugierig, dass sie sich weiter darüber informieren wollen. Das Internet gibt dazu sehr viele Infos her, wie z.B. auf der Seite des BFE (Bundes Fachverband Essstörungen).

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.