Craft Bier Test #1 – Backbone Splitter

Gestern war es soweit. Ich kostete das erste Craft Bier meines Lebens. Ganz als Erstes muss ich sagen, dass ich nie ein Biertrinker war. Ich mag eigtl. kein Bier.

Jawoll !! mögt Ihr jetzt vermutlich denken, das sind ja hervorragende Voraussetzungen um Biere zu testen. Nun ja, warum ich das mache, habe ich hier geschrieben. Dann habe ich mich im Vorfeld etwas belesen zum Thema Craft Biere. Ein Satz hat sich bei mir eingebrannt. Und zwar hieß es da: „Wenn man Craft Bier trinken will und ein Bier erwartet, welches man so von den Massenbrauereien aus dem Supermarkt kennt, wird man enttäuscht sein.“

Und genau das ist es was mich dazu reizt, Craft Biere zu testen. Denn ich will genau eine Sache NICHT. Nämlich ein 08/15 Massenfertigungs-Bier. Ob mir Craft Biere nun besser schmecken werden als die schnöde Supermarkt-Norm wird sich in den nächsten Tagen und Wochen zeigen. Nun aber zum ersten Craft Bier Test.

Ich habe doch schon einige Tage darauf hin gefiebert und nun war es endlich so weit. Ich beginne mit einem Backbone Splitter . Der Name ist ja schon mal ne Hausnummer, gefällt mir gut. Ein West Coast India Pale Ale aus dem Hause Hanscraft & Co.

Eckdaten

Es soll Aromen von Mango & Pfirsich beinhalten. An anderer Stelle im Netz stand auch Grapefruit und hat 6,6 % VOL. Alkohol. Die Trinktemperatur wird angegeben mit 6 bis 8 °C. Ein IBU-Wert ist auf der Flasche leider nicht zu finden, der Shop gibt aber einen Wert von 60 an. Bei den Zutaten gibt es kein ChiChi sondern lediglich Wasser, Gerstenmalz, Hopfen & Hefe.

Normal trinkt man dieses Bier aus einem Tumbler, doch da ich keinen zur Hand hatte, gabs des bei mir aus einem Tasting Glas bzw. Teku Pokal .

Flaschen Layout

Das edle Gesöff kommt in einer Longneck-Flasche daher. Das Etikett ist schlicht in den Farben weiß, pastellgrün und schwarz gehalten. Ich finde, da hätten sie sich doch ein Bisschen mehr Mühe geben können. Das Auge trinkt doch auch mit. Allerdings hat diese Schlichtheit auch einen gewissen Reiz.

Der Kronkorken ist schwarz mit weißem Aufdruck mit der Aufschrift „Hanscraft & Co“ und „Finest Brewing“ mit mittig eingebrachtem Firmenlogo (ich meinen einen Löwen zu erkennen welcher nach einem Stern greift).

Aussehen & Geruch

Und da steht das feine Teil nun vor mir. Eine kräftige goldorange Farbe mit einer schönen leicht beigefarbenen Schaumkrone. Der Schaum ist meiner Meinung recht grobporig und nicht cremig und ist nach dem Einschenken relativ schnell zusammen gefallen.

Die erste Nase hat mich gleich weggehauen. Als ich im Vorfeld von den Aromen las dachte ich mir, ich rieche sicher nur Bier. Aber mich hat voll eine richtige Fruchtwolke getroffen die meiner Meinung sehr dominiert wurde von Pfirsich und, was ich im Vorfeld nirgends las, Aprikose. Ich fand den Geruch echt klasse, eine wahre Nasenfreude.

Insgesamt macht das Bier einen appetitlichen aber nicht ungewöhnlichen Eindruck.

Geschmack

Nun ab mit dem edlen Stoff auf die Zunge. Bei einem angegebenen IBU-Wert (Bitterwert) von 60 habe ich ein ziemlich bitteres Bier erwartet. Muss sagen, dass ich das gar nicht mag. Aber ich wurde überrascht. Ja, das Bier kam mit ner gut bitteren Note daher, aber nicht unangenehm. Ganz im Gegenteil, ich fand es angenehm zu trinken. Allerdings hat das Bier einen langen Abgang gehabt wobei auch ein weiteres Aroma hervor trat was ich nicht einschätzen konnte. War es eine starke Hopfennote ? Dazu fehlt mir dann doch die Erfahrung beim Bier. Ich fands nicht so gut.

Fazit & Endnote

Ach du meine Güte, nun muss ich auch noch eine Note vergeben. Im Großen und Ganzen ein leckeres, gut trinkbares Bier mit nem supertollen Aroma im Glas und einem nicht ganz so angenehmen Aroma nach dem Abgang. Ich würde es wegen dem Abgangsaroma nicht noch mal trinken wenn ich nicht müsste. Aber insgesamt bekommt das Bier bei mir sechs von zehn Bierkrügen. Eine recht gute Einstufung wie ich finde, ohne bisher Vergleichswerte zu haben.

In diesem Sinne, Prost!

Anmerkung: Ich bin kein Bierkenner. Von daher wird meine Bewertung im Vergleich zu denen von Kennern/Profis oberflächlicher ausfallen. Zudem sind Geschmacks-Bewertungen ja immer von subjektiver Art. Geschmäcker sind nun mal verschieden.
Es gibt eine optische Bewertung in Form von kleinen Bieren wobei 1 Bier grottenschlecht ist und 10 Biere unschlagbare Oberklasse sind.
Solltet Ihr mal ein Bier testen/probieren welches ich hier vorstelle, würde mich eure Meinung dazu in den Kommentaren weiter unten interessieren. Egal ob sie von meinem Ergebnis abweicht oder nicht.

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